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Wer war eigentlich Buddha?

21. Aug.
2 Min. Lesezeit

In vielen Yogastudios steht eine Buddha-Statue in der Ecke, Räucherstäbchen davor, vielleicht eine Kerze. Aber wer war dieser Mann eigentlich, dessen Bild so oft neben der Yogamatte auftaucht – und was hat er überhaupt mit Yoga zu tun?

Diese Frage bekomme ich öfter gestellt, als man denkt, deshalb möchte ich heute etwas Licht ins Dunkel bringen.


Ein Mensch, kein Gott

„Buddha” ist kein Name, sondern ein Titel und bedeutet „der Erwachte”. Der Mann, der ihn trug, hieß Siddhartha Gautama und wurde vor rund 2500 Jahren als Prinz in Nordindien geboren, im heutigen Grenzgebiet zu Nepal. Anders als in vielen Religionen üblich, wird Buddha nicht als göttliches Wesen verehrt, sondern als Mensch, der einen bestimmten Bewusstseinszustand erreicht hat – einen Zustand, der theoretisch jedem offensteht.


Der Weg vom Palast zur Erleuchtung

Der Legende nach wuchs Siddhartha behütet in einem Palast auf, abgeschirmt von Leid und Schmerz. Erst als junger Erwachsener begegnete er zum ersten Mal Krankheit, Alter und Tod – und diese Begegnung erschütterte ihn so sehr, dass er den Palast verließ, um die Ursache des Leidens zu verstehen. Jahre der Askese und Meditation folgten, bis er schließlich unter einem Feigenbaum, dem heutigen Bodhi-Baum, das erreichte, wofür er bis heute bekannt ist: das Erwachen.


Was er gefunden hat

Im Zentrum von Buddhas Lehre stehen die Vier Edlen Wahrheiten: dass Leiden Teil des Lebens ist, dass es eine Ursache hat (meist unser Festhalten und Verlangen), dass es einen Weg aus diesem Leiden gibt – und dass dieser Weg gegangen werden kann, über achtsames, ethisches Handeln und Meditation. Das klingt in Teilen erstaunlich vertraut, wenn man die acht Glieder des Yoga kennt, über die ich ja schon geschrieben habe: Auch dort geht es um einen konkreten, übbaren Pfad zu innerer Freiheit.


Buddha und Yoga – zwei Wege, ein Ursprung

Buddha lebte im selben kulturellen und spirituellen Umfeld wie die Yoga-Tradition und hat vermutlich selbst yogische Meditationstechniken erlernt, bevor er seinen eigenen Weg formulierte. Buddhismus und Yoga sind zwei eigenständige Traditionen, teilen sich aber viele Wurzeln: die Bedeutung von Achtsamkeit, die Vorstellung, dass Leiden mit unserem Geist zusammenhängt, und das Vertrauen darauf, dass innere Transformation durch Übung möglich ist. Das erklärt, warum sich eine Buddha-Statue im Yogaraum eigentlich ganz stimmig anfühlt, auch wenn Yoga selbst keine buddhistische Praxis ist.


Was das für deine Matte bedeutet

Du musst kein Buddhist werden, um von seiner Weisheit zu profitieren. Vielleicht nimmst du einfach eine kleine Frage mit auf die Matte: Woran halte ich gerade fest? Und was würde sich lösen, wenn ich es für einen Moment loslasse? Genau darum geht es – auf der Matte wie im Leben.


Wenn dich diese Verbindungen zwischen Philosophie und Praxis interessieren, vertiefen wir genau solche Themen auf meinen Retreats.

 
 
 

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